Auszeichnungsveranstaltung: Miniphänomenta-Schule

 

Grundschule Arnbruck ist jetzt „Miniphänomenta-Schule“

Dr. Jutta Krogull übergab Geldpreis – Diesen Titel haben nur 10 Schulen in Bayern

Arnbruck. Eine ganz besondere Auszeichnung bekam die Grundschule am vergangenen Freitag: Als zehnte Schule in Bayern bekam sie für ihre nachhaltige Arbeit bei der Einbindung von Naturwissenschaft und Technik in den Unterricht den Titel „Miniphänomenta-Schule“ zuerkannt und dazu auch einen schönen Geldpreis über 500 Euro überreicht. Bei der Feierstunde in der Aula stellten die Schüler den Eltern und Ehrengästen ihre Lieblingsstationen vor.

 Rektorin Hilde Brem konnte dazu hochrangige Gäste begrüßen: Dr. Jutta Krogull, die Geschäftsführerin der Bayerischen Metall- und Arbeitgeberverbände, Projektleiterin Eva Hinterhuber vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft, Schulrat Mark Bauer-Oprée, Bürgermeister Hermann Brandl, Pfarrer Josef Gallmeier, die Gemeinderäte Rosemarie Kaeser und Robert Trum sowie Katharina Tremmel. Sie gratulierten alle der Schule zur großen Auszeichnung.

Weil selber ausprobieren das vertieft, was man vorher gelernt hat, hatte die Grundschule 2015 die 52 Experimentierstationen der „Miniphänomenta“ für zwei Wochen im Schulhaus aufgebaut. Die Kinder sollten durch eigenständiges Ausprobieren naturwissenschaftliche Phänomene entdecken und technische Zusammenhänge auf spielerische Weise erkennen. Damit dieses Experiment nicht nur ein Strohfeuer bleibt, sondern auf Nachhaltigkeit angelegt ist, hatten Schule, Eltern und Unterstützer mehr als die Hälfte der Stationen nachgebaut und im Schulhaus aufgestellt, so dass sich die Schüler jeden Tag mit naturwissenschaftlichen Phänomenen auseinandersetzen können, wie Margret Kilger als Projektleiterin erklärte, als Eva Hinterhuber (BWW) zur Gesprächsrunde aufgerufen hatte.

Schulrat Mark Bauer-Oprée betonte, dass diese Initiative die lehrplanmäßigen Vorgaben beispielhaft unterstütze: „So können sich auch verborgene Talente zeigen und entwickeln!“ Dr. Jutta Krogull (BMA) lobte besonders, wie eine kleine Schule durch die hervorragende Zusammenarbeit von Lehrerkollegium, Eltern und Schülern optimale Ergebnisse erzielen könne: „Erstaunlich, was ihr hier geleistet habt!“. Bürgermeister Hermann Brandl freute sich, dass die Schule Arnbruck durch diese Auszeichnung als eine pädagogisch fortschrittliche Bildungsstätte hohe Anerkennung erhält.

Natürlich kamen auch die Schüler zu Wort. „Meine Lieblingsstation“ hieß einer der ersten Beiträge, andere führten verschiedene Stationen wie die Kugelbahn oder den Pendelschlag mit mehreren aufgehängten Kugeln vor, die dann auch eine Viertklässlerreihe veranschaulichte und Lehrerin Claudia Bauer und Förderlehrer Franz Brückl stellten selbst gebaute Apparate vor. Jannik Schedlbauer lockerte die Feier mit schön gespielten Stücken auf seiner Steirischen Harmonika auf.

Brem und Kilger dankten in ihrem Schlusswort den Eltern, die beim Bau der vielen Experimentierstationen selbst Hand angelegt hatten, sowie dem Elterrnbeirat und dem Müsli-Team, die in der Pausenhalle nach der Feierstunde mit einem reich gedeckten Tisch voller appetitlicher Snacks und diversen Getränken aufwarteten.

(Artikel von Hans Weiss)

  

Bestnoten fürs technisch-naturwissenschaftliche Forschen: Grundschule Arnbruck als „MINIPHÄNOMENTA-Schule“ ausgezeichnet

(Arnbruck, 17.11.2017) In die Welt der Naturwissenschaft eintauchen, forschen und staunen, das ist bei der Grundschule Arnbruck Alltag – und der Grund, warum sie ab heute eine offizielle MINIPHÄNO­MENTA-Schule ist: Der deutschlandweit einzigartige Titel wird an Schulen vergeben, die die Experimentierstationen der „MINIPHÄNOMENTA in Bayern“ zu Gast hatten, einige Stationen nachgebaut haben und so ihr Angebot im Bereich Technik und Naturwissenschaft dauerhaft ausbauen konnten.

Den Preisträger belohnt die Jury aus Bildungsexperten und Pädagogen am heutigen Freitag vor Ort mit 500 Euro, einer Urkunde sowie einer Plakette fürs Schulgebäude. Bei der MINIPHÄNOMENTA des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft e. V. (bbw) wandern 52 Experimentierstationen quer durch Bayern, von Grundschule zu Grundschule. Die Kinder können an den Phänomenen zwei Wochen lang selbständig forschen, beobachten, Fragen stellen und den Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung erkennen. Danach zieht die MINIPHÄNOMENTA weiter an die nächste Schule. Was zurück bleibt, ist ein ehrgeiziger, nachhaltiger Plan: Zusammen mit Schülereltern und regionalen Unternehmen sollen einige Stationen nachgebaut werden und so Teile des Bildungsangebot der Schule auch langfristig zur Verfügung stehen. Schulen, die besonders viel Zeit und Herzblut in den Erhalt der Experimentierstationen stecken, werden mit dem Titel MINIPHÄNOMENTA-Schule ausgezeichnet – wie neben der Grundschule Arnbruck in diesem Jahr auch die Grundschulen Wiesau und Ingolstadt-Mailing.

Die Leistung der heute ausgezeichneten Schule würdigt auch Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Arbeitgeberverbände bayme vbm, die das mobile Experimentierfeld ideell und finanziell unterstützen: „Bayern braucht auch in Zukunft gut ausgebildete Fachkräfte im naturwissenschaftlich-technischen Bereich. Mit ihnen können wir die Stärke unseres Wirtschaftsstandorts sichern. Deswegen wollen wir schon die Kleinen für Technik und Naturwissenschaft begeistern und unterstützen die MINIPHÄNOMENTA aus voller Überzeugung.“ Vor Ort erörtert Eva Hinterhuber (Projektleiterin, Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V. (bbw)) gemeinsam mit Dr. Jutta Krogull (Geschäftsführerin der Bayerischen Metall- und Arbeitgeberverbände bayme vbm Geschäftsstelle Niederbayern) wie man Technik und Naturwissenschaft noch besser an den Grundschulen verankern kann. Den Preis entgegen nimmt Schulleiterin Hilde Brem.

Bereits seit zehn Jahren steht die MINIPHÄNOMENTA pro Schuljahr bis zu zwölf bayerischen Grundschulen zur Verfügung. Sie ist eines von 16 Projekten und Angeboten der MINT-Bildungsinitiative Technik – Zukunft in Bayern 4.0. Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie fördert Projekte für Jugendliche und insbesondere für Mädchen und junge Frauen.

  

Über Technik – Zukunft in Bayern 4.0

Die Bildungsinitiative Technik – Zukunft in Bayern 4.0 hat seit 16 Jahren ein großes Ziel: Kinder und Jugendliche für Technik zu begeistern. In vielen Projekten – vom Kindergarten über Schulen bis zum Übergang in Ausbildung oder Studium – soll das Interesse der Teilnehmer für technische, naturwissenschaftliche und digitale Zusammenhänge geweckt werden. Möglich machen das die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber bayme vbm (Hauptsponsor) und Wirtschaft im Dialog im Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) e. V. (Träger). Die Schirmherrschaft hat Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner übernommen. Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie fördert die Initiative.