Wir sind seit diesem Schuljahr eine "Flexible Grundschule"

In der Flexiblen Eingangsphase, die die Klassen 1 und 2 umfasst, gibt es sieben Kernelemente:

Flexible Verweildauer: - Möglichkeit der ein,- zwei- oder dreijährigen Verweildauer entsprechend der individuellen Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler

- Keine Anrechnung eines dritten Schulbesuchsjahres auf die Pflichtschulzeit

Jahrgangsgemischte Klassen: - Zusammenfassung der Jahrgangsstufen 1 und 2 zur flexiblen Eingangsstufe auf der Basis jahrgangsgemischter Klassen

- Nutzung der Heterogenität (Verschiedenartigkeit), um gezielt voneinander und miteinander zu lernen

Anknüpfung an vorschulische Bildung und Erziehung: - Anknüpfung an Vorerfahrungen der Kinder - Fortführung des Miteinanderarbeitens und -lernens in altersgemischten Gruppen aus dem Kindergarten

Erhebung der Lernausgangslage: - Computerbasiertes Verfahren FIPS ( Fähigkeitsindikatoren Primarstufe) - Passgenaue Förderung von Anfang an

Individualisierende Lernangebote: Individualisierende Lernangebote auf der Basis gemeinsamer Lernaufgaben - Einsatz von offenen, guten Aufgaben - Methoden kooperativen Lernens

Lernrückmeldung und Leistungserhebung: Portfolioarbeit, Lerntagebuch, Lernlandkarte (auch Lernzielkontrollen und Probearbeiten werden weiterhin geschrieben, aber eben nicht nur zur Leistungsfeststellung herangezogen)

- Dokumentiertes Lernentwicklungsgespräch statt Zwischenzeugnis mit den Erziehungsberechtigten und mit dem Kind

Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit den Eltern: - enge Kooperation in Bildungs- und Erziehungsfragen  - Intensivierung der Beratung der Eltern

 (siehe Schulversuch: Flexible Grundschule: Stiftung Bildungspakt Bayern u. Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst)

 

Noch einige Anmerkungen dazu:

Zu: Erhebung der Lernausgangslage: Das Computerbasierte Verfahren FIPS macht den Kindern wirklich Spaß. Sie haben dabei nicht das Gefühl in einer Testsituation zu sein, sondern haben Freude daran: Es bietet zudem den Lehrern die Möglichkeit, das Kind gleich am Schuljahresanfang genauer kennenzulernen.

Zu: Individualisierende Lernangebote: Der Unterricht läuft nicht so ab, dass jedes Kind sich mit dem beschäftigt, was es gerade möchte. Nein: Wir haben in jeder Stunde eine gemeinsame Lernaufgabe und ein gemeinsames Ziel: Der Weg dieses Ziel zu erreichen, kann aber unterschiedlich sein und die Lernaufgaben können auf unterschiedlichem Niveau sein.

Zu: Lernrückmeldung: Das dokumentierte Lernentwicklungsgespräch wird bereits an vielen Grundschulen durchgeführt, weil es sich als sehr positiv herausgestellt hat. Die Eltern fühlen sich dadurch sehr gut informiert über die Leistungen und das Verhalten ihrer Kinder.